Auftreffen

Klingt ganz schön bescheuert, wenn man Update wörtlich übersetzt. Aber es ist lange her seit dem letzten Eintrag und, ich muss es leider zugeben, ein besserer Titel ist mir nicht eingefallen. Und damit willkommen in meinem persönlichen Kopfsalat. Wird Zeit, diesen Salat mal zu waschen. Nicht, dass er zu Schimmeln beginnt. Igitt. Aber es geht …

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Vom Festhalten und Loslassen

Ein trauriger Abschied. Schon wieder, möchte ich fast sagen. Weil es in diesem Jahr schon so viele davon gab. Aber dieser war anders. Dieser hier war geplant. Und doch unfassbar traurig. Ich hab am Dienstag meinen Hund gehenlassen müssen. Nach über vierzehn Hundejahren und dreizehneinhalb Jahren bei mir war sein Körper so müde, dass es …

Ende der Probezeit

Die Woche ist vorbei, und es war mal wieder eine von der Sorte, die man am liebsten gar nicht erst erlebt hätte. Eine, die getrost aus dem Kalender hätte gestrichen werden können, ohne dass ich sie vermisst hätte. Also im Grossen und Ganzen. Es gab schon auch Momente, die schön waren. Dreihundertsiebzig Kilometer und fünf …

Meilenfelsen

Ich hab's getan. Gestern. Zum ersten Mal seit über neun Jahren. Ich war schwimmen. Eigentlich völlig banal: schönes Wetter, hohe Temperatur, es ist Sommer, und da tut man sowas eben. Ausser man hatte eine Essstörung. Nicht, dass ich dadurch auch automatisch Angst vor Wasser entwickelt hätte (in Milch hätte ich allerdings nicht gebadet - man …

Abschiedsgedanken

Vor drei Tagen war es so weit. Ich musste mich von meiner Kliniktherapeutin verabschieden. Nach zweieinhalb Jahren, durch die sie mich begleitet hat. Nach zwei sehr intensiven Monaten in der Klinik und all die Zeit danach, in der sie immer wieder die Vertretung übernommen hat, wenn meine Therapeutin nicht da war. Dazwischen hatte ich immer …

Zweifelhaft

Das Wochenende war sehr schön, das Wetter ein Traum, mein Pony ist glücklich, wunderbare Stunden mit meinem Freund, und ich kann mich nicht besonders gut leiden. Das ist weiter nichts Neues. Neu ist nur, dass ich zum ersten Mal meinen Köper weniger schlimm finde als das, was drin steckt. Meine Gedanken gehen mir gewaltig auf …

Wenn es schwierig wird

Es ist noch gar nicht so lange her, als meine Therapeutin sagte, ich würde die Kriterien für Borderline nicht mehr erfüllen. Das war ein seltsames Gefühl, anfangs etwas unheimlich, aber dann irgendwann fing es an, gut zu sein. Stimmig. Ich fühlte mich nicht krank und auch nicht mehr gestört. Ein bisschen unnormal schon, aber alles …

Angst

Das hier wird weder hilfreich noch aufbauend, tut mir leid. Aber bitter nötig, weil es gerade raus muss und ich fürchte, dass es mich zerreisst, wenn ich kein Ventil finde. Ich habe Angst. Es gibt keinen objektiven Grund dazu, nicht aktuell. Aber ich habe Angst. Entsetzliche Angst davor, jemanden oder etwas zu verlieren, der oder …

Träumen

Wie lange habe ich es mir verwehrt. Ich hätte es wahrscheinlich schon gekonnt. Ich hätte es wahrscheinlich sogar sehr gut gekonnt. Nur erlaubt habe ich es mir nicht. Träumen, das ist nichts für Erwachsene. Und ich musste viel zu früh erwachsen werden. Mit Delphinen schwimmen? Kinderkram. Bücher schreiben? Selbstüberschätzung. Verliebt sein? Eine Illusion. In strömendem Regen …

Umgekehrt

Zwei Wochen sind vergangen, seit ich mein kleines Zellklümpchen verloren habe. Zwei Wochen voller Tränen, Schmerz, Leere und Trauer. Aber auch zwei Wochen voller Liebe, Geborgenheit, Nähe und Gehaltenwerden. Wir waren letzte Woche in Wien, mein Freund und ich. Ein verlängertes Wochenende, zwei Tage Autofahrt inklusive. Wir beide in seiner Heimatstadt, in die ich mich sofort …